Station 8: Tod

Der Tod wird versiegelt und bewacht


Bibeltext: Matthäus 27,57-66

Als es Abend wurde, kam ein reicher Mann aus Arimathäa. Er hieß Josef und gehörte zu den Jüngern von Jesus. Er ging zu Pilatus und bat ihn um den Leichnam von Jesus. Da befahl Pilatus, ihm den Leichnam zu übergeben. Josef nahm den Leichnam und wickelte ihn in ein frisches Leinentuch. Dann legte er Jesus in seine eigene Grabkammer. Die war noch unbenutzt und in den Felsen gehauen. Schließlich rollte er einen großen Stein vor den Eingang zur Grabkammer und ging weg. Maria Magdalena und die andere Maria blieben dort und ließen sich gegenüber vom Grab nieder. Am nächsten Tag – es war der Sabbat –gingen die führenden Priester und die Pharisäer gemeinsam zu Pilatus. Sie sagten: „Herr, uns ist etwas eingefallen. Als dieser Betrüger noch lebte, hat er gesagt: ,Nach drei Tagen werde ich vom Tod auferweckt!‘ Gib doch den Befehl, das Grab bis zum dritten Tag zu bewachen. Sonst kommen seine Jünger, stehlen die Leiche und behaupten gegenüber dem Volk: ,Er wurde von den Toten auferweckt!‘ Dieser letzte Betrug wäre schlimmer als alles vorher.“ Pilatus antwortete: „Ihr sollt die Wache bekommen. Geht und sichert das Grab, so gut ihr könnt!“ Da gingen sie zum Grab. Sie versiegelten den Stein vor dem Eingang und sicherten das Grab durch eine Wache.


Bemerkungen:

Es muss alles sehr schnell gehen, da der Sabbat bevorsteht. Da kann und darf sich niemand um den Leichnam von Jesus kümmern. Josef von Arimathäa wagt bei Pilatus vorzusprechen und hat Erfolg. Dieser ist vermutlich froh, dass sich noch jemand um diese unangenehme Angelegenheit kümmert und willigt ein, dass Josef den Leichnam bekommt. Josef stellt sein eigenes Grab zur Verfügung und legt den toten Körper hinein. Es ist ein Felsengrab mit einem großen Abdeckungsstein vor dem Eingangsloch. Damit scheint das Ende endgültig besiegelt. Allein die beiden Marias scheinen sich noch für das Grab zu interessieren. Doch dann gibt es wieder eine Wendung. Den jüdischen Gelehrten wurde der Boden unter ihren Füßen heiß. Ihnen fällt plötzlich ein, dass sie Jesus sagen hörten, dass er in drei Tagen von den Toten auferstehen würde. Unruhe, Panik überfällt sie. Das muss verhindert werden. Es braucht nicht viel Überredungskunst bei Pilatus und schon hat er Wachen abgestellt und obendrein noch die Versiegelung des Grabsteins angeordnet. Der Tod ist versiegelt und bewacht.


Impuls:

Sonderbar, wie die jüdischen Gelehrten und Pilatus urplötzlich vor einem Toten Angst bekommen. Es gab doch keinen Funken Zweifel an Jesu Tod und trotzdem lag die Furcht vor einem Betrug, einer Verschwörung in der Luft. Sie taten alles, um einen möglichen Diebstahl und damit verbunden eine Auferstehungslüge zu verhindern. Die Unruhen um diesen Jesus von Nazareth mussten endgültig aufhören. Ein toter Jesus Christus ist keine Gefahr, keine Bedrohung.
Diese Überlegungen und Gedanken sind völlig nachvollziehbar. Wer im Grab liegt, ist der Verwesung preisgegeben. Mehr Ende geht nicht. Ja, der Tod Jesu war unverzichtbar, aber für die Christen aus einem ganz anderen Blickwinkel. Jesus hat mit seinem Tod die Strafe für unsere Schuld komplett und bis ins Letzte auf sich genommen. Im Brief an die Christen in Rom schreibt der Apostel Paulus später: "Die Strafe, der Lohn für die Sünde ist der Tod" (Römer 6,23).
Jesus war tot und im Dunkel des Grabes verschwunden. Der Grabstein verschlossen und von römischen Soldaten streng bewacht. Obendrein mit einem Siegel des Pilatus versehen. An Jesu Tod konnte niemand mehr zweifeln. Er hat den Lohn der Sünde ein für alle Mal auf sich genommen.


Für Dich:

Jesus Christus ertrug den Tod auch für Dich. Ohne seinen Tod wäre Deine Schuld noch nicht bezahlt. Mit seinem Tod darf die ganze, von Dir unbezahlbare Schuld Deines Lebens von Dir abfallen. Jesus Christus ging für Dich ans Kreuz, er starb für Dich und war tot, um Deiner Schuld willen. Wie sehr liebt er Dich, dass er das für Dich getan hat! Du darfst die Liebe Jesu gerade in seinem Tod annehmen.