Kinderstation 1: Jerusalem


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Vor vielen Jahren lebte in Galiläa ein Mann mit dem Namen Jesus. Er wanderte durch die Dörfer und Städte und erzählte den Menschen von Gott. Er sagte zu ihnen: „Freut euch, Gott hat euch lieb. Er liebt alle Menschen. ALLE. Nicht nur die Frommen und die Reichen, sondern auch die Armen, die nichts besitzen. Und die Einsamen und Verlassenen, um die sich keiner kümmert. Und die Kinder, die Angst haben und traurig sind. Ja, sogar solche, die niemand leiden mag – auch die hat Gott lieb.“ Bald war Jesus im ganzen Land bekannt. Die Menschen erzählten sich wunderbare Dinge von ihm. „Er ist kein gewöhnlicher Mann“, sagten sie. „Gott hat ihm besondere Gaben gegeben. Er kann Kranke wieder gesund machen. Und wenn man ihm zuhört, wird einem das Herz froh.“

 

Viele wurden seine Anhänger. Jesus wählte unter ihnen zwölf Männer aus. Das waren seine Jünger. Sie folgten ihm überallhin. Die Priester und Schriftgelehrten aber ärgerten sich sehr über Jesus. „Es ist nicht wahr, was er von Gott erzählt“, empörten sie sich. „Gott liebt nur die Frommen und Reichen und Klugen. Solche wie uns. Uns liebt er. NUR UNS. Weil wir viel beten und Geld spenden und alle Gesetze einhalten, die in den Heiligen Schriften stehen.“ Jedes Jahr im Frühling wurde in der Stadt Jerusalem das Passafest gefeiert. Viele Menschen aus dem ganzen Land kamen da zusammen, um im Tempel, dem Haus Gottes, zu beten. Auch Jesus beschloss hinzugehen. Er ritt auf einem Esel, und seine Jünger begleiteten ihn. Als sie in Jerusalem ankamen, liefen ihnen viele Menschen entgegen, streuten Palmzweige auf den Weg, jubelten und schrien: „Gelobt sei Gott! Gelobt sei Jesus! Da kommt der neue König, den Gott uns schickt. Hosianna!“ So ritt Jesus in die Stadt hinein.

(Text entnommen aus: Die Ostergeschichte von Renate Schupp. Erschienen im Kaufmann Verlag)


Gemalt von Sara, 11 Jahre
Gemalt von Sara, 11 Jahre